Pheromone sind ein natürlicher Duftstoff eines jeden Menschen

Wussten Sie eigentlich schon, dass Menschen nicht nur mit Worten, Gesten und Körpergerüchen kommunizieren können? Es werden ebenso sexuelle Informationen über geruchlose Pheromone ausgetauscht. Noch nie gehört, dann wollen wir uns doch gemeinsam dieses Thema einmal genauer anschauen. Fangen wir am besten von ganz vorne an.

Riechen

Schon lange ist bekannt, dass das Sexualverhalten von Tieren über den Botenstoff Pheromonen gesteuert wird. Allerdings wurde jetzt durch eine wissenschaftliche Studie belegt, dass auch wir Menschen ganz unbewusst auf diesen Sex-Duftstoff reagieren.

Was bedeuten Pheromone?

Viele kennen den Begriff auch unter Liebeslockstoff. Es handelt sich hierbei um Hormone, die bei Menschen und Tieren als Sexuallockstoff dienen. Das Wort stammt aus dem Griechischen. Der Begriff heißt wörtlich übersetzt: „Träger von Erregung“.

Bei der Definition von Pheromone handelt sich um einen unspezifischen Sammelbegriff für Duftstoffe, die von einem Lebewesen abgegeben und bei einem anderen Lebewesen von derselben Art eine spezifische Wirkung erzielt.

Welche Funktion haben Pheromone und welches Phänomen erzielt es beim Menschen?

Pheromone dienen der nonverbalen Kommunikation. Man bezeichnet sie als Soziohormone. In erster Linie dienen Sie als Erkennungs- und Sexuallockstoff. Ebenso dienen sie zur Vermittlung der Artgleichheit. Sie beeinflussen die Verhaltensweisen anderer Individuen bewusst oder unbewusst.

Pheromone haben Einfluss auf das Hormonsystem sowie die vegetativen Funktionen.

Androstenon, ein Duftstoff aus den Achsel-Schweißdrüsen des Mannes, ist in der Lage den Menstruationszyklus der Frau zu synchronisieren. Dieser wird lediglich zur Zeit des Eisprungs der Frau als angenehm wahrgenommen. Zu den übrigen Zeiten wird er als unangenehm beschrieben. Es wird angenommen, dass dies der Steigerung der Geburtenrate dient.

Düfte aus den Sekretdrüsen der Vagina, sowie Schweißdrüsen der weiblichen Achselhöhle können bei Männern in Tiefschlafphasen zu einer Veränderung von Herzfrequenz und Atemfrequenz führen und sind in der Lage, die Trauminhalte zu modulieren. Sie werden von Probanden als subjektiv positiver beschrieben.

Im Körper des Menschen wurden verschiedene Pheromone nachgewiesen. Die beiden wichtigsten Signalstoffe wie „Androstadienon“ und Estratetraenol sind enthalten. Der männliche Botenstoff „Androstadienon“ bildet sich beim Schwitzen im Achselbereich und ist in der Spermaflüssigkeit vertreten. Im Gegenzug entsteht der weibliche Botenstoff „Estratetraenol“ im Vaginalsekret bzw. wurde er im Urin der Frau nachgewiesen. Die jeweiligen Geschlechter nehmen die Lockstoffe ganz unbewusst über das sogenannte „vomeronasale Organ“ auf, welches in der Nase sitzt. Über das Riechorgan gelangen die Pheromone über eine direkte Nervenbahn zum Gehirn. Diese Nervenbahnen lösen entweder eine sexuelles Begehren oder eine gewisse Abneigung aus.

Lockstoff

Können Pheromone die Partnerwahl beeinflussen?

Neben dem augenscheinlichen und über die Nase aufgenommenen Reize sorgen dafür, ob wir jemanden attraktiv finden oder eher ablehnen. Klar ist, dass jeder Mensch einen spezifischen Duft hat. Dieser wird von den Mitmenschen unterschiedlich wahrgenommen. Besonders Frauen reagieren auf Männer, deren Duftstoffe ein gegensätzliches Immunsystem signalisieren. Das fanden Sexualforscher heraus. Das wiederum sorgt bei einer Paarung für eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Außerdem entsteht eine größere Genvielfalt.

Es kann bei der Partnerwahl zu Beeinträchtigungen kommen, wenn die Frau Hormone schluckt. Bei der täglichen Einnahme der Anti-Baby-Pille kann es die weiblichen Sinne fälschlicherweise beeinträchtigen. Zum Beispiel so, dass ein Mann mit dem ähnlichen Immunsystem der passende Partner ist. Im drastischen Fall kann diese Fehlsteuerung zu einer nicht Erfüllung des Kinderwunsches führen. Oder es kommt zu einer Fehlgeburt. In Einzelfällen kann es sogar vorkommen, dass das Baby eines Paares mit den fast gleichen biochemischen Grundlagen über eine schwächere Abwehr verfügt. Das Kind wäre daher anfälliger bei Krankheiten.

Wenn Paare sich nach Jahren für das Verhüttungsmittel die Anti-Baby-Pille entscheiden, dann kann es vorkommen, dass die Frau die Pheromon-Mischung des Mannes plötzlich nicht mehr riechen kann. Die Pille wird damit praktisch zu einem Beziehungskiller.

Ebenso ändert sich im weiblichen Körper kurz vor dem Eisprung zwei für die Partnersuche entscheidende Faktoren. Es wird vermehrt Pheromon Kopuline produziert. Dadurch wirkt die Frau attraktiver auf das andere Geschlecht. Die Frau fühlt sich außerdem auf einmal von Männern angezogen, die sie im restlichen Zeitraum ihres Zyklus möglicherweise nicht gut riechen kann.

Klingt verrückt, aber findet man den geeigneten Partner also nur, wer den richtigen Riecher hat? Oder selbst den angenehmen Pheromon-Duft verströmt?

Veranstalter von Pheromon-Partys gehen zumindest nach diesem Prinzip vor. Singles sollen an verschwitzten Shirts schnuppern, die drei Nächte lang getragen wurden. Anschließend werden die Bekleidungsteile in eine Plastiktüte eingepackt. Stoßen die konservierten Shirts auf Gegenliebe beim Riechtest, dann lernen sich der sogenannte Schnupperer und der Pheromon-Absonderer kennen. Diese Partnerwahl erfolgt auf einer irrationalen Weise und aufgrund biochemischer Kompatibilität. Mittlerweile haben sich die Parfümhersteller auf die Pheromone versteift. Sie verkaufen die Sex-Lockstoffe zum Auftragen.

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